Der Fussballer

Als Pedro Geromel seine brasilianische Heimat verließ, war er nicht einmal 18 Jahre alt. Zur Saison 2003/2004 wechselte der am 21. September 1985 in Sao Paulo geborene Fußballprofi nach Portugal, wo er zunächst für GD Chaves und anschließend für Vitoria Guimares spielte. In der Saison 2007/2008 wurde der 1,90 m große, kopfballstarke Innenverteidiger in der ersten portugiesischen Liga zum Spieler der Saison gewählt. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der Aufsteiger aus Guimares am Ende der Spielzeit einen hervorragenden dritten Tabellenplatz belegte.


Kein Wunder, dass einige deutsche Bundesligisten auf den Brasilianer italienischer Abstammung aufmerksam geworden waren. Den Zuschlag erhielt der 1. FC Köln. Vom ersten Tag an fühlte sich Pedro am Rhein wohl, avancierte gleich in der ersten Saison zum Leistungsträger. 32 Spiele absolvierte er in der Spielzeit 2008/2009 im Trikot mit dem Geißbock, bis auf eines alle über 90 Minuten. Vier Tore für den FC stehen für Pedro bis heute zu Buche, der in seinem dritten Jahr in Köln längst zu einem absoluten Publikumsliebling geworden ist.

Pedro Geromel
Pedro Geromel

Der Mensch

Grund für die Sympathien, die Pedro Geromel bei den Fans genießt, ist neben seiner Spielweise nicht zuletzt seine zuvorkommende, ruhige, stets höfliche Art. Spricht man ihn auf seine brasilianische Heimat an, wird er nachdenklich. „Ich habe während meiner Kindheit und Jugend in Sao Paulo viel Armut gesehen. Meiner Familie ging es immer gut, ich hatte alle Möglichkeiten im Leben“, weiß Pedro. „Um so wichtiger ist es für mir, mich für Kinder und Jugendliche einzusetzen, die nicht dieselben Chancen haben.“


Geboren wurde die Idee eines eigenen Charity-Projekts bei einem Abendessen mit Freunden. Er erinnert sich: „An dem Abend habe ich einen Mittelkreis auf eine Serviette gekritzelt, dazu das Wort Meio Campo geschrieben.“ Warum? „Kinder sind unsere Zukunft. Doch um sich entwickeln zu können, brauchen sie eine Orientierung, einen Mittelpunkt im Leben.“ Einen Beitrag hierzu möchte Pedro Geromel mit seinem Charity-Projekt Meio Campo leisten, bei dem er insbesondere von seiner Ehefrau Liv unterstützt wird.

Aktuelles Spendenprojekt

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Meio Campo unterstützt
Dunkelziffer e.V.

Dunkelziffer e.V. engagiert sich seit 1993 gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornographie. Seit der Gründung nimmt der Verein keine öffentlichen Mittel in Anspruch und finanziert seine Projekte ausschließlich durch Spenden und Bußgeldzuweisungen.